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Plötzlich erfasst Dich dieser betörende Duft aus dem Nichts. Du kannst nicht anders als dem Lockstoff zu folgen. Schnell hast Du die Quelle des verlockenden Odeurs ausgemacht. Die Frau raubt Dir den Verstand. Nahezu ohne mit der Wimper zu zucken, wickelt sie Dich um den Finger. Doch wie ist das möglich? Die Rede ist natürlich von Pheromonen – oder zumindest vom Mythos der sich dahinter verbirgt. Wir durchleuchten, wozu Pheromone wirklich im Stande sind und wie bzw. ob Du sie nutzen kannst.
Grundlange zu Pheromonen
Geruchslose, chemische und durch die Luft schwebende Signalstoffe – eine treffende Beschreibung für Botenstoffe, welche angeblich vom Körper gebildet und vom anderen Geschlecht unbewusst wahrgenommen werden.
Wie stark diese geheimnisvolle Anziehungskraft sich bei Menschen äußert, ist noch nicht geklärt. Zumindest behaupten kleinere Experimente, dass Menschen durch den Effekt von Sexualpheromonen beeinflusst werden können. Zumindest wenn andere Sinneswahrnehmungen wie der Sehsinn gedämpft werden. Die Auswirkungen eines selben Pheromons äußern sich je nach Geschlecht und/oder sexueller Orientierung unterschiedlich.1
Grundsätzlich werden folgende Wirkungsweisen unterschieden:2
- Releaser Pheromone – reagieren schnell – kurzfristiges Verhaltungsänderung (Signale, Verhaltensantwort)
- Primer Pheromone – arbeiten langsam – langfristig hormonale Änderungen (Verhalten und Entwicklung)
Verarbeitet werden die geruchslosen Signale von dem sogenannten Vomeronasal-Organ (VNO oder Jacobs-Organ), welches eng über die Schleimheute mit dem Hypothalamus verbunden ist. Der heutige Mensch besitzt davon nur eine verkümmerte Version, mit deutlich weniger bis hin zu nicht funktionsfähigen Rezeptoren. Diese Funktion scheint seitens der Evolution schlichtweg nicht mehr benötigt zu werden.
INFO: Gerade im Tierreich spielen Pheromone eine wichtige Rolle.
Releaser Pheromone: Seidenspinnen-Weibchen locken Männchen an. Ameisen erkennen tote Artgenossen und tragen sie aus dem Bau.3
Primer Pheromone: Wenn Du Dich gefragt hast, warum es nur eine Bienenkönig gibt: Pheromone unterdrücken die Eierstockbildung anderer Arbeiterinnen. Gibt es keine Königin mehr, wird eine neue Arbeiterin sich zur Königin erheben und wiederrum Pheromone ausschütten.4
Nichtsdestotrotz soll auch so manch Tier kein VNO besitzen und Pheromone empfangen können.5 Deshalb stehen die Chancen hoch, dass auch wir Menschen von Pheromonen beeinflusst werden können.
Das Forschungsgebiet scheint noch recht unbeschrieben. Trotzdem lassen sich folgende Pheromone extrahieren, welche schon beim Menschen vorgefunden worden sind:
- Androstadienon – Gefunden in: Samenflüssigkeit und in den Achselhöhlen
- Estratetraenol – Gefunden in: Urin der Frau
- Kopuline – Gefunden in: Vaginalsekret
- Hedion – Aus Jasmin extrahiert.
- Hedion – Bei einem Experiment reagierten Teilnehmer beim Belohnungsspiel mit mehr Vertrauen und bei Bestrafungen mit mehr Misstrauen. (Was darauf hindeutet das Hedion einem menschlichen Pheromon ähneln könnte.)6
- Androstadienon – soll nur während der Zeit eines Eisprungs auf die Frau anziehend wirken. Danach wird der Odeur als eher unangenehm empfunden.7
- Das Sekret aus den Achsel einer Frau – kann Menstruationszyklus von Frauen untereinander abstimmen, wenn sie länger auf engeren Raum zusammenleben.8
Gerüche VS Pheromone
Gerüche sind von Pheromonen durch folgende Faktoren zu unterscheiden:
1. Gerüche erwecken Erinnerungen (und setzen sich als solche fest)
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Pheromone hinterlassen keinen bewussten Eindruck.
2. Gerüche werden bewusst wahrgenommen (und können schwer ausgeblendet werden)
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Pheromone agieren subtil und unbemerkt. Du kannst sie nicht bewusst spüren/wahrnehmen.
3. Gerüche spielen einen untergeordneten Faktor in der Wahrnehmung. Wären sie nicht da (z.B. bei Anosmie – Riechverlust), würden sie das Erlebnis nicht drastisch verzerren.
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Wie sich das Fernbleiben von Pheromonen beim Menschen auswirkt, ist unbekannt. Bei Tieren würden dadurch drastische Verhaltensänderungen hervorgerufen.
4. Gerüche beeinflussen Deine Entscheidungen nur marginal. Du besitzt immer noch die volle Kontrolle über Deine Entscheidungsgewalt.
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Gerade wenn Tiere unter dem Einfluss von Pheromonen stehen, können sie nicht anders, als dem Reiz zu folgen. Pheromone wirken direkt und beeinflussen Entscheidungen.
Eine Studie will rausgefunden haben, dass Scheidensekret den Testosteron sowie Cortisol Spiegel von Männern erhöhen kann.9 Allerdings könnte die Anziehungskraft von Scheidensekret ebenfalls eine Assoziation von während dem Sex wahrgenommenen Gerüchen sein.

Pheromone beim Dating – geht Liebe durch die Nase?
„Jemanden nicht riechen können.“
Wenn Gerüche inkl. Pheromone anziehend wirken, dann solltest Du doch Deinen Partner anhand des Geruchs erschnüffeln können?
Untersuchungen behaupten: JA – Gegensätze ziehen sich an – da Dein Riechorgan auf gegensätzliche Proteinzusammensetzungen reagiert. Genau genommen soll eine Genom Analyse stattfinden und so unterschiedliche Immunsystem Genen erkennen.10 Zumindest Evolutionär würde so ein Vorgang für die Artenvielfalt Sinn machen.
ABER
Ganz so einfach ist die Sache nun auch wieder nicht. Selbst wenn diese Theorie korrekt sein mag, sind die unterschwellig agierenden Pheromone nur ein Faktor in der Partnersuche.
Unserer Meinung nach sogar ein untergeordneter Aspekt in de Partnersuche. Denn Schweißgeruch ist und bleibt nicht sexy! Und selbst wenn Du ihn mit Pheromon Parfums aufpeppst, bleibt die Frage nach der Reichweite der unsichtbaren Helferlein.
Solange wissenschaftlich nicht mehr über Pheromone bekannt ist, wird es wohl nichts aus dem unwiderstehlichen MOJO à la Austin Powers.
Was sich als korrekt herausstellen könnte, ist die Vermutung, dass Frauen während des Eisprungs aufgrund von Pheromonen einen anderen Körpergeruch ausströmen und deshalb attraktiver auf Männer wirken.
Pheromon Parfum und Düfte unter der Lupe
Du suchst das absolute Aphrodisiakum? Ein Wundermittel wie im Film „das Parfum“ das unendliche Liebe weckt?
JA – es macht einen Unterschied wie du riechst ABER Dein Glück wirst Du nicht in Pheromon Parfums finden.
Das Feld stellt sich derzeit noch als sehr unerforscht heraus. Wie sollen Hersteller wissen: welchen Wirkstoff, sie in welcher Menge und in welcher Zusammensetzung bereitstellen sollen?
Wir raten daher von Pheromon Parfums ab und empfehlen Dir stattdessen einen „normalen“ wohlriechenden Duft!
Keine Produkte gefunden.
Du fragst Dich: „Wo kommen dann all die positiven Bewertungen her?“
Nun, durch Priming oder Placebo Effekte kann es durchaus möglich sein, dass Frauen auf Dich ansprechender reagieren. Im Wissen besser zu riechen, könnte sich Dein Selbstbewusstsein steigern und sich Deine Risikobereitschaft erhöhen.
INFO: Falls Du immer noch unschlüssig bist, ob Pheromon Parfums das Mittel zum Erfolg sind, besuche doch eine Pheromon-Party. Dort kann Deine Zukünftige Dich und Dein Wundermittel anhand eines getragenen T-Shirts erschnüffeln.
Pheromone im Alltag
Nicht nur in der Liebe, Pheromone können ebenfalls zum sozialen Informationsaustausch dienen:
- Stressschweiß – Test mit Studentenschweiß (ein Gemisch aus Stress und Angst) erzeugten bei Probanden Empathie. Es handelt sich um ein gemessenes Ergebnis. Auswirkungen auf die reale Welt sind fraglich.11
- Aggressivität – Beim Aufeinandertreffen zweier Kontrahenten werden ebenfalls Botenstoffe abgegeben.
- Gesundheit – Duftwolke des Mikrobioms (Bakterien auf der Haut) geben Auskunft über den Gesundheitszustand. Diese Erkenntnis ist wohl eher den normalen Geruchsrezeptoren zuzuschreiben.12
Was bedeutet das nun konkret für Dich?
Nicht mehr Duschen? Pheromon Parfum verwenden? Nicht an Frauen schnuppern?
Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse raten wir Dir zur normalen Körperpflege, Deodorants und Düften. Sobald sich Deine Duftmatrix verändert, sprichst Du unter Umständen andere Frauen an. Niemals und mit keinem Duft wirst Du sie alle einfangen können.
Außerdem spielen beim Frauen kennenlernen ganz andere Faktoren eine wichtigere Rolle.
Fazit – besser gut riechen, mit oder ohne Pheromone
Wir würden die Erkenntnis der Pheromone nicht überbewerten. Gibt es die unsichtbaren Stellschrauben, kannst Du momentan nicht viel dagegen unternehmen, da das Forschungsfeld noch sehr dünn ausgeprägt ist – gibt es sie nicht, ist das Thema ohnehin irrelevant.
Die Wirkweise der Pheromone bleibt dennoch schwer greifbar, da nicht spürbar und geruchslose Partikel die Macht besitzen sollen, Dein Wesen zu verändern. Eine manipulative Kraft, der die Gedanken nicht standhalten können? Eine beunruhigende Vorstellung.
Mit dem Wissen aus diesem Artikel bleibt uns nur der Skepsis der Experten zu folgen. Zurzeit scheint es unwahrscheinlich, dass Pheromone einen gravierenden Einschnitt in unser Verhalten einnehmen.
Sollte Dich dennoch beim nächsten Riechen eine unerklärliche Macht überkommen, der Du nicht standhalten kannst, würden wir uns über Deine Erfahrung in den Kommentaren freuen! Auch Deine Erfahrungen mit Pheromon Parfums lesen wir gerne unten in den Kommentaren.
Quellen –
3FAZ.net – Pheromone, Anschlag auf freien Willen
4,6,12Quarks – So beeinflussen uns Pheromone wirklich
